Um unschöne Lackierergebnisse zu vermeiden, sollten einige Dinge beachtet werden. Hier finden Sie eine Übersicht der häufigsten Fehler und Anweisungen zur Vermeidung. 

RissbildungHaftungsprobleme

Die zu lackierende Fläche sollte immer trocken, sauber und fettfrei sein

Bei Kunststoffen und Styropor sollte immer die entsprechende Grundierung verwendet werden

 

 

 

Läuferbildung

Können durch mehrere Ursachen entstehen:

Auf ausreichenden Sprühabstand achten. Es sollten immer mindestens 15 - 25 cm eingehalten werden. Lack nicht zu dick in einem Auftrag aufbringen. Mehrere dünne Schichten im Kreuzgang sprühen, also  zunächst eine horizontale, dann eine vertikale Schicht

Auf die ideale Verarbeitungstemperatur zwischen 20 und 25°C achten

 

Weißangelaufener Lack

Entsteht, wenn bei zu hoher Luftfeuchtigkeit lackiert wurde. Kann nach guter Durchtrocknung der Lackschicht herauspoliert werden

 

 

 

 

Abblättern und Risse 

Wenn keine Grundierung verwendet wurde. Lack hat auf den meisten Kunststoffen keine Haftung, deshalb sollte eine Kunststoff-Grundierung verwendet werden.

Wenn man einen hochpigmentierten Lack, zum Beispiel eine Grundierung, auf einen wenig pigmentierten Lack, zum Beispiel einen Decklack, lackiert.

Ihr Lackieraufbau sollte daher immer wie folgt aussehen: Grundierung – Basislack – Klarlack
Wenn der Lackaufbau mit unterschiedlichen Lackarten erfolgt ist. Daher immer eine Produktlinie desselben Herstellers verwenden

 

Rau und Glanzlos

Bei zu großem Sprühabstand verläuft der Lack auf der Oberfläche nicht mehr, er trocknet bereits in der Luft und setzt sich als „Sprühnebel“ auf der Oberfläche ab. Deshalb Lackierabstand von ca. 15 – 25 cm einhalten

Lackierung eines zu heißen Objektes oder Lackierung in der prallen Sonne. Bei zu großer Hitze kann das Lösemittel auf der Oberfläche nicht mehr entweichen und es entstehen „Blasen“, welche die Oberfläche nicht mehr glänzen lassen. Immer einen sonnengeschützten Ort mit der idealen Verarbeitungstemperatur von ca. 20 bis 25°C, bei einer geringen Luftfeuchtigkeit aufsuchen.

In der Luft enthaltener, aufgewirbelter Staub  mindert den Glanz – Lackieren Sie immer an einem geschützten Ort.

Runzeln / Lack quillt auf

Die Bildung von Runzeln ist das so genannte „Hochziehen“ des Lackes

Wird ein Kunstharzlack mit einer anderen Lackart oder mit sich selbst nach seiner Durchtrocknung überlackiert, zieht er hoch bzw. bildet er Runzeln

Kunstharzlacke sind oxidativ trocknende Lacke, d.h. die Trocknung erfolgt unter Einfluss von Luftsauerstoff. Es dauert ca. 6 Stunden, bis die oberste Lackschicht antrocknet. Nach dieser Zeit sollte der Lack nicht mehr überlackiert werden, da bei einem erneuten Lackauftrag und somit durch erneute Zuführung von Lösungsmitteln die unteren Lackschichten aufquellen.

Orangenhaut

Aufgrund eines zu großen Sprühabstandes. Der bereits in der Luft angetrocknete Lack, der so genannte „Sprühnebel“, setzt sich auf der Oberfläche ab und verläuft nicht mehr. Anfangs ist die Oberfläche nur rau und matt. Nach einem dickeren Lackauftrag bilden sich Dellen, die so genannte „Orangenhaut“.

Dies lässt sich bei einem konstanten Lackierabstand von ca. 15 – 25 cm und Lackiertemperaturen zwischen ca. 20 bis 25°C vermeiden.

 

Farbtonabweichungen

Hierfür gibt es verschiedene Ursachen:

1. Lackspraydose nicht lange genug aufgeschüttelt
Vor der Lackierarbeit sollte die Lackspraydose mindestens 2 Min., vom hörbaren Anschlag der Mischkugeln an gerechnet, aufgeschüttelt werden. Dies ist notwendig, da sich die Pigmente durch die Lagerung auf dem Dosenboden absetzten.

2. Farbe deckt nicht gut und die Grundierung scheint noch durch und verfälscht den Farbton

3. Sprühabstand

Bei Metallic Lacken hängt das Lackierergebnis vom Sprühabstand ab. Bei zu geringem Sprühabstand wird der Farbton zu dunkel. Bei zu großem Sprühabstand ist das Endergebnis zu hell. Um dies zu vermeiden, sollten Sie zunächst Probesprühen und den Farbton vergleichen. Der ideale Sprühabstand sollte mit ca. 15 - 25 cm eingehalten werden.

Lack trocknet nicht

Die Lackierung und Lagerung des frischen Lackauftrages erfolgt bei zu geringen Temperaturen. Bei Temperaturen unter 20°C trocknet der Lack langsamer, da die Trocknung bei z.B. NC-/AC-Lacken durch Verdunstung des Lösemittels erfolgt. Die Trocknung ist temperaturabhängig. Je kälter, desto langsamer verdunstet das Lösungsmittel.

Ebenfalls kann es sich hier um einen Silikonharz-Lack handeln – meistens verwendet bei hitzefesten Lacken. Dieser muss langsam erwärmt werden, damit er durchtrocknet.

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